Geschichte des Schweizerriets

Bauernland und beliebtes Naherholungsgebiet

Seit Jahrhunderten besitzt die Ortsgemeinde Widnau 137 Hektaren Land über dem Rhein.

War das Riet auf österreichischem Staatsgebiet einst reines Bauernland, so ist es heute auch ein beliebtes Naherholungsgebiet.


Während es die Politische Gemeinde Widnau erst seit 1883 gibt, kann die Ortsgemeinde ihre Existenz schon 1593 belegen. Denn bereits Ende des 16. Jahrhunderts begannen sich Widnau, Au und Schmitter vom Reichshof Lustenau zu lösen. Zur endgültigen Hofteilung kam es aber erst 1775. Der Gemeindebesitz jenseits des (alten) Rheins wurde auf die drei Dörfer verteilt. So richtig freuen konnten sich die Widnauer über ihre Ländereien «drüben» aber erst, als sie oberhalb der heutigen, 1914 eröffneten Wiesenrainbrücke einen eigenen Fährbetrieb einrichten konnten. Die Jahre des Ersten und des Zweiten Weltkrieges hatten zwar keine einschneidenden, aber immerhin beeinträchtigende Folgen. Zwischen 1914-18 hatten die Widnauer jährlich 200 Tonnen Heu für das Österreichisch-ungarische Heer abzuliefern. 1939-45 durfen keine militärpflichtigen Schweizer ins Riet.


Anbauland für Widnauer Bauern

«Insgesamt bewirtschaften 9 Haupterwerbsbauern, grossmehrheitlich Schweizer, das landwirtschaftlich nutzbare Land. Der bedeutendste Anteil entfällt auf die fünf grössten Widnauer Landwirte. Sie bemühen sich um eine sorgfältige und nachhaltige Bodenbewirtschaftung. Ausserdem gibt es etliche Nebenerwerbspächter von Streueparzellen und Pflanzgärten. Schweizer wie Österreicher.

Nachdem vor Jahren der so genannte «Güllenstreit» beigelegt werden konnte, stellt die Grenze für die Landwirte kein Problem mehr dar. Auch die Neuorganisationen der Grenzorgane führte bis jetzt zu keinen Beeinträchtigungen.


Beliebtes Naherholungsgebiet

Von den 1989 durch die Vorarlberger Landesregierung unter Schutz gestellten 45 Hektaren Land im Gebiet Gsieg-Obere Mähder im Süden von Lustenau gehört rund die Hälfte der Ortsgemeinde Widnau. «Das einzigartige Gebiet umfasst einen der grössten und botanisch reichhaltigsten Flachmoorkomplexe im Rheintal. Hier treffen teils vom vom Aussterben bedrohte Vögel und Pflanzen ideale Verhältnisse an.

Seit 1997 ist eine von der Ortsgemeinde erstellte währschafte, schmucke Holzhütte zum Treffpunkt vor allem bei gesellschaftlichen Anlässen geworden. Die daran arrondierte Biotopfläche von rund 3,5 Hektaren wird durch den Ornithologischen Verein «die Drossel» aus Lustenau betreut.

Infrastruktur am Alten Rhein

                  Das Gasthaus am Rohr mit schönem Gastgarten am alten Rhein gelegen, gehört ebenfalls der Ortsgemeinde Widnau. Dieses ist auch per Fahrrad ideal erreichbar. Auf dem Landesradweg oder von Schweizerseite herkommend über das „Rohr“, geschichtlich bekannt durch die Schicksale der jüdischen Flüchtlinge im 2. Weltkrieg gelangt man auf idyllischen Wegen zum Gasthaus. Schliesslich lädt die „Riviera“ am alten Rhein zum Baden und Verweilen ein. Für die Badegäste sowie für die Restaurantbesucher stellt die Ortsgemeinde Widnau der Marktgemeinde Lustenau Parkplätze direkt beim Gasthaus am Rohr zur Verfügung. 


Grundflächen im Schweizerriet

Im angehängten PDF können Sie die Grundfläche des Bodenbesitzes im Schweizerriet noch detailgenauer einsehen. 

Grundflächen im Schweizerriet
Schweizer_Ried_Ortsgemeinde_Widnau.pdf (4.91MB)
Grundflächen im Schweizerriet
Schweizer_Ried_Ortsgemeinde_Widnau.pdf
(4.91MB)


Gasthaus am Rohr